Forschungsprojekt
Shift2SDV
Im softwaredefinierten Fahrzeug kommen neue Funktionen nicht mehr mit einem neuen Steuergerät, sondern als Software-Update über die Luft. Shift2SDV schafft dafür eine gemeinsame europäische Grundlage: eine Middleware und Programmierschnittstellen, auf denen Hersteller, Zulieferer und Technologieanbieter Fahrzeugsoftware gemeinsam entwickeln, verteilen und betreiben können. Das Projekt baut auf dem Ökosystem von HAL4SDV auf.
Beitrag des ITI
Wir untersuchen, wie sich Over-the-Air-Updates mit digitalen Zwillingen absichern lassen. Bevor eine neue Version einer Softwarekomponente ins Fahrzeug gelangt, vergleicht ein digitaler Zwilling sie mit der bisherigen Version, auch in ihrem Laufzeitverhalten. Was dabei auffällt, geht an das Intrusion Detection System im Fahrzeug. So lassen sich manipulierte Komponenten, etwa durch vergiftete Abhängigkeiten (Dependency Poisoning), früh in der Auslieferungskette erkennen, und eine neue Version lässt sich auf Anomalien prüfen, bevor sie ein Fahrzeug erreicht.
Partner und Förderung
Das Konsortium aus 69 Partnern, darunter Fahrzeughersteller, Zulieferer, Technologieanbieter, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, wird von der Virtual Vehicle Research GmbH (Graz) koordiniert. Mehr auf der Website des Projekts.
Das Projekt wird vom Chips Joint Undertaking und seinen Mitgliedern unter der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101194245 gefördert, mit nationaler Kofinanzierung unter anderem aus Deutschland. Gefördert von der Europäischen Union.